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Interview mit Ines Adam

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Ich male und zeichne seit meiner Kindheit. Ich habe es geliebt, malend in meine Welten abzutauchen und wollte immer Künstlerin werden. Später habe ich dann auch Bildende Kunst und Kunstgeschichte in Dresden studiert. Mein erster „Meister“ war der Dresdner Künstler Werner Pinkert. Bei ihm habe ich Kurse und Malausflüge absolviert. Ob Pastell, Aquarell, Kohlezeichnungen, Holzdruck, etc. – er brachte mir das künstlerische Handwerk bei. Bei seinen Malausflügen an die Elbe z.B., lernte ich die Landschaftsmalerei lieben. Es war sein Sujet und er zeigte mir, dass es nicht darauf ankommt, den Baum, das Haus in der korrekten Größe abzubilden, sondern, dass es darum geht, die Stimmungen der Natur, die Atmosphäre, das Licht, die Farben einzufangen und zu fühlen.

Was bedeutet Kunst für Sie?

Kunst ist für mich ein Ort, an dem mich keiner stören kann. Ein Ort, wo ich mich sicher und geborgen fühle. Ich kommuniziere quasi mit mir, meiner Seele und der Welt, wie ich sie in mir sehe. Malen ist für mich Meditation, Sprechen ohne Worte. Poesie in Farben, Form, Struktur auf der Leinwand. Kunst gibt mir Frieden. Für mich ist Kunst immer etwas Schönes. Kunst wird die Welt nicht besser machen, aber Kunst kann sie schöner machen.

Picasso hat in einem Interview auf die Frage, was Kunst für ihn bedeute, sinngemäß mal geantwortet: „Hast du eine Ahnung, was die Vögel singen? Hast du nicht. Aber du hörst ihnen trotzdem zu.“  Das ist eine schöne Antwort und trifft die Bedeutung von Kunst auch für mich sehr gut. Ich finde, Kunst muss nicht immer in Worte gefasst werden, erklärt und interpretiert werden. Manchmal reicht es, sie zu fühlen, zu genießen und auf sich wirken zu lassen. 

Welche Technik bevorzugen Sie? 

Aktuell arbeite ich hauptsächlich mit hochwertiger Acrylfarbe und Strukturpasten auf Leinwand. Früher habe ich fast ausschließlich mit Ölfarben gemalt. Eine wunderbare Technik, da die Farben nur langsam trocknen. Das verleitet natürlich, das Bild immer wieder zu ändern. Da es mir ohnehin schwer fällt, ein Ende zu finden und absolut zufrieden mit einem Bild zu sein, bin ich irgendwann auf Acryl umgestiegen. Selbsterziehung sozusagen. 

Beim Zeichnen ist das bei mir ganz anders. Da arbeite ich recht zügig und weiß ziemlich schnell, wann ein Bild fertig ist. 

Ich experimentiere in meiner Malerei sehr gern, mal bin ich eher abstrakt, mal eher figürlicher, mal eher impressionistisch, mal expressionistisch. Ich arbeite gern mit Palettenmessern und den Händen. Ich genieße die Berührung mit der Farbe beim Auftragen auf die Leinwand. Und ich liebe metallische und grafische Elemente auch in der Malerei. Ich glaube, das ist ziemlich charakteristisch für meine Kunst. Aber ich mag mich nicht festlegen, ich experimentiere gern und entdecke immer wieder neue Möglichkeiten, kreativ zu sein. 

Gibt es Lieblingsmotive?

Irgendwie ist für mich alles malbar. Mich inspiriert hauptsächlich die Natur: Landschaften, Berge, Bäume, Blumen und eindeutig das Meer. Es beruhigt mich und lässt mich atmen. Das Meer ist für mich Freiheit, Leichtigkeit, Leben, Frieden, Ruhe, Entspannung. Gleichzeitig ist es unergründlich, weit, tief, stürmisch, mitunter bedrohlich und unberechenbar. Meer ist gleich Sehnsucht. Segelboote sind eine Metapher für die Lebensreise. Manchmal möchte ich auch Augenblicke, ein Gefühl oder einen mentalen Zustand festhalten. Gemalte „Schnappschüsse“ sozusagen. Ich finde viele Motive. Ein Lieblingsmotiv habe ich vielleicht doch: meine Tochter. 

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